die in der Heiligen Schrift oder im Worte des Herrn enthalten und nun enthüllt sind Schlussredaktion Dr. F. Horn, orthographisch und typographisch revidierter Nachdruck der Basler Ausgabe von 1867-69 10’837 Paragraphen, Faden gebunden
Gesamtausgabe, bestehend aus 16 Bänden ISBN 978-3-85927-249-1
Swedenborg deutet die beiden ersten Bücher Mose anhand einer von ihm wiederentdeckten Struktur, die er als „Entsprechungen“ bezeichnet und aufgrund jahrelangen Bibelstudiums und visionärer Erlebnisse aufgezeichnet hat. Diese Methode hat Ähnlichkeit mit der symbolischen Bibeldeutung vieler heutiger Tiefenpsychologen und Religionswissenschaftler. Sie ist eine Ergänzung zur heute üblichen historisch-kritischen Exegese. Entsprechungen sind Bilder, Repräsentationen höherer, geistig-himmlischer und göttlicher Wirklichkeiten. Sonne, Mond und Sterne, Steine, Pflanzen und Tiere, Namen, Zahlen und Begriffe wie Licht und Finsternis, aber auch historische Vorgänge, Kriege, Völkermord usw. gewinnen in dieser Sicht Kontur als Abbilder seelisch-geistiger Zustände und Vorgänge.
Der Tübinger Gelehrte Wolfgang Kretschmer schreibt: „... Echte Mysterienbücher (wie die Bibel) sind so sehr innerlich, so sehr um Erkenntnistiefe und sittliche Wandlung bemüht, dass sie keine technischen oder organisatorischen Aufträge schildern, die nicht engstens auf die Seele bezogen wären... Die Bibel vertritt vom ersten bis zum letzten Blatt den Primat des Inneren, selbst da, wo sie Schlachten und formale Gesetze mitteilt.“
Neben dem 1. und 2. Buch Mose werden Tausende von Bibelstellen nach derselben Methode ausgelegt. Das Werk ist so recht eigentlich ein Kommentar zur ganzen Bibel.