Deutsch von Dr. F. Horn, 484 Seiten | gebunden ISBN 978-3-85927-245-3
Viele Menschen glauben an eine Vorsehung, aber von ihrem Wirken haben sie nur blasse Vorstellungen. Swedenborg darf nicht nur zeigen, dass es eine Vorsehung gibt, die er als „das Walten der göttlichen Liebe und Weisheit“ bezeichnet, sondern auch, auf welchen unumstößlichen Gesetzmäßigkeiten sie beruht und wie der Mensch sich in sie einfügen soll. Man fühlt sich bei der Lektüre an ein Wort Kaiser Marc Aurels erinnert: „Entweder ist alles ein Gebräu des Zufalls oder es gibt eine Einheit, eine Ordnung, eine Vorsehung. Nehme ich das erstere an, wie kann ich wünschen, in diesem planlosen Gemisch zu leben? Ist es das andere, so bin ich mit Ehrfurcht erfüllt und heiteren Sinnes, dem Herrscher des Alls vertrauend.“ Swedenborgs Umgang mit den Engeln macht Skeptiker misstrauisch. Aber müsste sie nicht die Tatsache nachdenklich stimmen, dass mit Swedenborg erstmals ein Forscher von Weltrang und führender Aufklärer zum Zeugen für die übersinnliche Welt wurde, die niemand vor ihm und nach ihm so präzis und systematisch geschildert hat? Wer sich mit Immanuel Kant klar darüber ist, dass sich die übersinnliche Welt wissenschaftlich weder beweisen noch widerlegen lässt, weshalb Kant selbst immer wieder seinen Glauben daran betonte, und wer vorurteilslos Swedenborgs religiöse Werke prüft, wird bald feststellen, dass ihm vieles einleuchtet und seinen Glauben festigt.